proxomed Schweizproxomed Internationalproxomed Deutschlandproxomed Schweiz

SUCHEN ::: SITEMAP ::: DRUCKEN ::: KONTAKT

proxomed Medizintechnik

Useletter 04 ::: 2008: Branchen-News

Starker Anstieg bei den Kosten für Heil- und Hilfsmittel

Die Gmünder Ersatzkasse verzeichnet 2007 einen deutlichen Anstieg der Ausgaben für Heil- und Hilfsmittel. Doch nicht nur sie: Auch andere gesetzliche Krankenversicherungen beobachten diesen Trend.

Der Anstieg der Ausgaben für Heil- und Hilfsmittel ist nach wie vor ungebremst. So lautet das Fazit des Heil- und Hilfsmittel-Reports 2008 der Gmünder Ersatzkasse (GEK), der im September in Berlin vorgestellt wurde. Die Aufwendungen für Hilfsmittel stiegen auf ca. 83 Millionen Euro an (ein Plus von 5,6 Prozent). Für Hilfsmittel gab die GEK 2007 insgesamt 81 Millionen Euro aus und damit 9,45 Prozent mehr als im Vorjahr. Nach Angaben von Professor Glaeske, einem der Autoren des Reports, lässt sich dieser Trend auf die gesamte gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übertragen, obwohl der Anstieg bei den Aufwendungen insgesamt etwas niedriger ausgefallen sei. So wurden für Heilmittel insgesamt 3,2 Prozent, für Hilfsmittel 5,3 Prozent mehr ausgegeben.

Zu den größten Kostenverursachern der GEK zählten bei den Heilmitteln die Physiotherapie (61,1 Millionen Euro), gefolgt von der Ergotherapie (11,7 Millionen) und der Logopädie (9,6 Millionen Euro). Bei den Hilfsmitteln lagen die Inhalations- und Atemtherapiegeräte mit insgesamt 9,6 Millionen Euro vorne, gefolgt von Bandagen (7 Millionen Euro) und Einlagen (6,5 Millionen Euro). Kritisch sieht Glaeske die großen regionalen Unterschiede bei den Heilmittel-Richtgrößen. Ein Hausarzt in Baden-Württemberg kann im Schnitt Heilmittelkosten in Höhe von 10,91 Euro veranlassen, nur 3,83 Euro sind es hingegen für den Kollegen in Hamburg.

Auch für das laufende Jahr 2008 zeichnet sich ein ähnlicher Trend bei den Ausgaben bereits ab. Im ersten Halbjahr stiegen die Kosten für Heilmittel bei der GEK um 6 Prozent, für Hilfsmittel um 4 Prozent an, sagte Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, Vorstandsvorsitzender der GEK.

Quelle: Nach Informationen der Ärzte Zeitung

Mit den neuen Berufsausweisen ist frühestens 2011
zu rechnen

Viele Verbände der nicht verkammerten Gesundheitsfachberufe drängen auf eine rasche Einführung der elektronischen Berufsausweise. Nur so kann auf Daten der neuen Gesundheitskarte zugegriffen werden.

Mit der flächendeckenden Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) müssen auch neue elektronische Berufsausweise eingeführt werden. Mit diesen können Ärzte, Physiotherapeuten oder Pflegekräfte auf Daten zugreifen, die auf der eGK gespeichert sind.

"Ohne die elektronischen Ausweise droht eine Gefahr für die Existenz, wenn flächendeckend mit der eGK gearbeitet wird", mahnt Brigitte Schmidt-Jähn vom saarländischen Gesundheitsministerium auf der eHealth Conference 2008 in Kiel. Ihrer Ansicht nach können die neuen Berufsausweise, die voraussichtlich 100 Euro kosten werden, aber nicht vor 2011 ausgegeben werden.

Denn noch sind viele Fragen offen. So steht bislang nicht fest, wo sich das zentrale Institut zur Ausgabe der Ausweise, das elektronische Gesundheitsberuferegister (eGBR), befinden soll. Zur Diskussion stehen derzeit Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Zudem soll das eGBR hoheitliche Aufgaben der Bundesländer übernehmen. Voraussetzung dafür ist aber ein Staatsvertrag, der von den Länderparlamenten ratifiziert werden muss. Dies ist noch nicht geschehen.

Quelle: Nach Informationen der Ärzte Zeitung

Ergebnisse vom Pflegegipfel 2008

Stellenabbau, neue Aufgaben, Arbeitsverdichtung – all dies hat dazu beigetragen, dass die Personalsituation in der Pflege schwierig ist. Aus diesem Grund hat Ulla Schmidt zum Pflegegipfel geladen.

"Für viele junge Menschen ist der Beruf der Krankenschwester oder des Krankenpflegers auch heute noch ein Traumberuf", unterstreicht Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). "Wir wollen, dass das auch in Zukunft so bleibt und die Pflegenden auch nach vielen Jahren im Beruf zufrieden sind."

In den letzten zehn Jahren wurden rund 50.000 Pflegestellen in den Krankenhäusern abgebaut. Zusätzlich hat die Arbeitsbelastung durch medizinische und technische Entwicklungen, Arbeitsverdichtung, demographische Entwicklungen und erhöhte Multimorbidität der Patienten deutlich zugenommen. Die Politik hat nun ein erstes Zeichen gesetzt und plant, in den nächsten drei Jahren 21.000 zusätzliche Stellen in der Pflege zu schaffen.

Doch damit nicht genug: Auf dem Pflegegipfel in Berlin hat das Bundesgesundheitsministerium zusammen mit dem Deutschen Pflegerat, der AG Junge Pflege im DBfK, dem GKV-Spitzenverband, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Ver.di, der Bundesärztekammer und dem Verband der Krankenhausdirektoren eine Erklärung erarbeitet, die als Grundlage für das weitere Vorgehen dient. Denn unabhängig von dem geplanten Stellenaufbau müssen noch weitere Problemfelder in Angriff genommen werden, damit sich die Situation der Pflegenden deutlich verbessern kann.

Zu diesem Zweck wurden drei Arbeitsgruppen (AG) eingesetzt, die sich mit folgenden Themen beschäftigen sollen:

AG 1: Konkretisierung des 21.000-Stellen-Programms. Die Arbeitsgruppe soll klären, wie dies effektiv und unbürokratisch umgesetzt werden kann.

AG 2: Erarbeitung von Handlungsempfehlungen zur Unterstützung eines sachgerechten Personaleinsatzes bei der Pflege im Krankenhaus.

AG 3: Steigerung der Attraktivität und der Perspektiven der Pflege im Krankenhaus.

Geplant ist, dass die Ergebnisse der Arbeitsgruppen 2 und 3 auf dem nächsten Pflegegipfel im März 2009 vorgestellt werden.

Quelle: Nach Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit

 

***

Alle Themen dieses Useletters:

Top-Thema
Auf ein Wort
Hinter den Kulissen
Im Scheinwerferlicht
Branchen-News
Gesundheit im TV
Wichtige Termine

Gesamten Useletter anzeigen

Useletter abonnieren

proxomed Medizintechnik, Seestrasse 161, CH-8266 Steckborn
Telefon +41 (0) 52 762 13 00, Fax +41 (0) 52 762 14 70