

proxomed Medizintechnik
Useletter 02 ::: 2008: Top Thema
Susanne Trageser (Inhaberin medline Gesundheitsstudio, Alzenau) erläutert im Anwenderbericht ihre Erfahrungen mit der Software-Innovation proxOS.
Eines unserer größten Probleme im Therapiealltag war schon immer das effektive Datenmanagement. Vor kurzem haben wir als eines der ersten Gesundheitsstudios in Deutschland proxOS installiert. Seitdem hat sich einiges geändert. Diesen neuen elektronischen Mitarbeiter möchten wir nun nicht mehr hergeben. Ein Beispiel aus der Praxis macht die Veränderungen deutlich: Ein älterer Herr leidet an den Folgen eines Bandscheibenvorfalls und wurde von seinem Orthopäden zu uns überwiesen. Alles was wir früher an Informationen über den Fall bekamen, war zunächst ein Rezept mit der Diagnose. Die wichtigen übrigen Informationen aus der ärztlichen Anamnese standen uns meist nicht zur Verfügung. Also begannen wir häufig bei Null, das heißt, wir erstellten eine eigene Befundung. Und so ging es weiter mit dem Datenverlust.
Ärgerlicher Datenverlust
Stand der Behandlungsplan schließlich fest, fehlte uns ein sinnvolles Mittel, diesen auch elektronisch zu dokumentieren. Wenn der Patient im Anschluss an die Behandlung in eine Fitnesseinrichtung oder ein Gesundheitszentrum ging, fehlten also abermals wichtige Patientendaten. Dabei wäre es für alle Gesundheitsanbieter doch so überaus nützlich, den gesamten Behandlungszeitraum einer Person detailliert zu überblicken, um überhaupt zu erkennen, welche Therapieform bei welcher Erkrankung besonders gut funktioniert.
Viele Tests, viele Formate
Auf der einen Seite hatten wir also unter Datenverlust bei verschiedenen Beteiligten zu leiden. Aber auch bei uns in der Praxis während der Behandlung ist es oftmals schwierig, die vielen anfallenden Testergebnisse sinnvoll zu ordnen und den Überblick zu behalten. Ein Patient mit Rückenproblemen kann bei uns zunächst einem isometrischen Krafttest an dem tergumed-System unterzogen werden. Dann erfolgt ein Test der Koordinationsfähigkeiten mit dem MFT S3-Check. Die MediMouse zur Vermessung der Wirbelsäule in verschiedenen Positionen und unter Last stellt eine sinnvolle Ergänzung dar. Zudem wird ein submaximaler IPN-Test auf einem Laufband durchgeführt. Für jeden dieser Tests nutzten wir in der Vergangenheit ein eigenes Gerät mit einer eigenen Software. Dementsprechend waren auch die Informationen über den Patienten gewissermaßen in der gesamten Praxis verteilt, was die Erfassung des Krankheitsbildes in allen Facetten nicht gerade erleichtert hat.
proxOS verschafft Überblick
Seit die neue Software proxOS auf unseren PCs läuft, haben sich zum Glück viele dieser Probleme erübrigt. Und wir sind optimal für die Zukunft gerüstet. Ein mögliches Szenario wäre die Anbindung an ein Klinikum. Wird heutzutage ein rückengeplagter Patient zum Beispiel von einem Orthopäden im Krankenhaus zu uns überwiesen, liegen sämtliche Untersuchungsergebnisse des Arztes und die Stammdaten des Patienten sofort bei uns vor, denn proxOS hat Schnittstellen zu dem Krankenhausinformationssystem KIS in der Klinik und zur Therapiesoftware THEORG. So könnte die Aufnahme in kürzester Zeit funktionieren. Die Diagnosen der Klinik und die Ergebnisse unserer Tests würden synchronisiert und lägen dann in einer einheitlichen elektronischen Akte vor, dem proxOS eRecord. Im übersichtlichen eRecord könnten wir dann alles miteinander in Beziehung setzen, ein individuelles Therapie- und Trainingskonzept für den Patienten ausarbeiten und auch verlustfrei elektronisch dokumentieren. Das funktioniert bis hin zur Trainingssteuerung, denn verwertbare Daten zur Trainingsplanung werden direkt an die Trainingssteuerungssoftware kardiomed zone auf der Trainingsfläche übertragen.
Mit proxOS bündeln wir alle Daten von den Stammdaten über Diagnosen und Befundung bis zu Therapie- und Trainingsmaßnahmen gemeinsam mit den Verordnungen und leiten diese am Ende der Behandlung einfach weiter an alle anderen Beteiligten: die Kostenträger, unser Therapieverwaltungssystem THEORG oder eventuell zurück in die Klinik. Das erleichtert uns die Arbeit ungemein, spart Zeit und Kosten und hilft uns dabei, bei aller Komplexität in unserem Berufsalltag, den Patienten im Mittelpunkt unserer Arbeit nicht aus den Augen zu verlieren.
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