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Useletter 01 ::: 2010: Branchen-News

Vier von fünf Rückenoperationen unnötig?

Fast eine Viertelmillion Menschen werden in Deutschland Jahr für Jahr wegen Rückenbeschwerden operiert – nicht immer mit Erfolg. Die Techniker Krankenkasse (TK) hat nach einer Auswertung von Studien festgestellt, dass sich in vier von fünf Fällen eine Operation durch konservative Methoden wie Physiotherapie vermeiden lässt.

Generell sollten Betroffene die gesundheitlichen Risiken einer Operation nicht unterschätzen, so die TK in einer Mitteilung. Denn ein Eingriff könne Nerven und Gefäße schädigen, auch seien Narben und Verwachsungen möglich. Gemeinsam mit Partnern, zu denen auch die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie gehört, hat die Kasse jetzt die Möglichkeit für Betroffene geschaffen, ein zweite Meinung vor der Operation einzuholen, um so Risiken und das Für und Wider eines Eingriffs besser abzuwägen zu können. Durchgeführt wird die Beratung in den 30 Schmerzzentren in Deutschland durch Teams aus Schmerz-, Physio- und einem Psychotherapeuten. Weiter weisen die Vertreter der TK darauf hin, dass acht von zehn Betroffenen ihre Rückenbeschwerden beseitigen, indem sie sich mehr bewegen. Gut trainierte Rücken- und Bauchmuskeln würden zudem Bandscheiben-Vorfällen und anderen Rückenleiden vorbeugen.

Quelle: Nach Informationen der Techniker Krankenkasse

Mehr Teilnehmer bei Prävention und Gesundheitsförderung

Im Jahr 2008 hat jeder achte gesetzlich Versicherte von Präventions- und Gesundheitsförderungsangeboten der Krankenkassen profitiert. Nach dem aktuellen Präventionsbericht der gesetzlichen Krankenversicherung wurden rund neun Millionen Menschen durch präventive und gesundheitsfördernde Maßnahmen der Krankenkassen erreicht.

Nach dem aktuellen Präventionsbericht des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherungen und dem Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen wurden 2008 die individuellen Präventionsangebote der Krankenkassen stärker genutzt, als im Jahr zuvor. Verzeichnete der Vorjahresbericht noch 1,9 Millionen Kursteilnehmer, waren es 2008 schon 2,1 Millionen Menschen. Spitzenreiter waren Bewegungsangebote (76 Prozent). Frauen waren dabei besonders gesundheitsbewusst, sie stellten gut drei Viertel der Kursteilnehmer. Auch bei der betrieblichen Gesundheitsförderung dokumentiert der Präventionsbericht eine Zunahme: Rund 820.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nahmen die Angebote war – ein Zuwachs um 30 Prozent. Besonders beliebt waren Maßnahmen, die darauf abzielten, körperliche Belastungen zu vermeiden oder zu reduzieren. Weitere Top-Themen waren gesundheitsbewusste Mitarbeiterführung, Stressmanagement, ausgewogene Ernährung und die Vermeidung von Suchtmittelkonsum.

Quelle: Nach Informationen des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen

Gehaltsrichtlinien für Fitness- und Wellness-Anlagen

Der DSSV e.V., der Arbeitgeberverband der deutschen Fitness- und Gesundheits-Anlagen, hat seine Gehaltsrichtlinien in aktualisierter Fassung herausgegeben.

Die jetzt erschienen Richtlinien wurden gemeinsam mit dem Deutschen Fitness und Aerobic Verband e.V. (DFAV) als Arbeitnehmervertreter ausgehandelt. Die komplett überarbeitete Neuauflage wurde ergänzt und orientiert sich an den EQF-Stufen, also dem European Qualifications Framework, das ein europaweit gültiges und vergleichbaren Bildungssystems innerhalb der Fitnessbranche möglich machen soll. Die Eingruppierung erfolgt in der Regel anhand von sieben verschiedenen Stufen. Die erste Stufe umfasst alle Mitarbeiter ohne eine Qualifikation, die siebte hingegen Mitarbeiter mit einem Abschluss wie Master, Diplom (Uni) oder Magister. Zusätzlich wird noch einmal in "mit Berufserfahrung" und "ohne Berufserfahrung" unterschieden. Die Gehaltsspanne der reicht von Stufe eins "ohne Berufserfahrung" mit einem Betrag von 1.020,– bis 1.320,– EUR bis zur Stufe sieben "mit Berufserfahrung" und einem Betrag zwischen 2.370,– bis 2.970,– EUR. Weitere Themen sind unter anderen Arbeitszeiten, Urlaubstage, Probezeitregelungen, Weihnachts- u. Urlaubsgeld, Ausbildungsvergütung und Honorarempfehlungen für Freiberufler und freie Mitarbeiter.

Quelle: Nach Informationen von fitness MANAGEMENT International/DSSV

 

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